| Auf
Goethes Spuren
befinden Sie sich, wenn Sie einen der
faszinierendsten Wanderwege in den
Nationalparks Harz und Hochharz erleben. Zu
seiner ersten Brockenbesteigung brach der
Dichterfürst am 10. Dezember 1777 auf und
verarbeitete später im "Faust"
seine Eindrücke. Hierdurch gelangte der Harz
zu Weltruhm.
Die Brockenwanderung ist gut
beschildert und beginnt am Großparkplatz
Torfhaus. Die Häuser von Torfhaus hinter uns
lassend erreichen wir als erste Station das
große Torfhausmoor, eines der größten Moore
im Harz, entstanden etwa 8.300 v. Chr..Moore
sind einzigartige Lebensräume für
gefährdete Tier- und Pflanzenarten und
gehören zu den ursprünglichsten
Naturlandschaften im Nationalpark Harz. Die
wichtigsten Pflanzen hier sind die Torfmoose,
die eine dichte Rasendecke bilden, während
die unteren Schichten absterben und Torfe
entstehen. Die daraus hervorgegangenen
Torflager erreichen teilweise eine Höhe von 5
Metern.
Entlang dem künstlich angelegten
Graben der "Oberharzer
Wasserwirtschaft" erreichen wir den
Quitschenberg (von Quitsche=Eberesche), der
durch seine abgestorbenen Bäume ein
bemerkenswertes Bild vermittelt. Ursache des
Baumsterbens sind Borkenkäfer, die nicht
künstlich bekämpft werden. Hier soll sich
die Natur selber helfen und erste Erfolge sind
schon sichtbar. Grundsätzlich wird in den
Nationalparks Harz und Hochharz die
natürliche Umwandlung von ehemaligen
Nutzwäldern ( in engem Zusammenhang mit dem
Bergbau) in Naturwälder gefördert.
Nach
Erreichen des Brockenfeldmoores gelangen wir
zum "Eckersprung". Die meisten
Harzbäche entspringen den Mooren des
Hochharzes, so auch die Eckerquelle. Nun
lichtet sich langsam der Wald und wir haben
die Höhenlage vor uns, wo die ehemalige
innerdeutsche Grenze verlief. Ebenso blicken
wir auf die 1898 erbauten Strecken der
Brockenbahn. Nur wenig später wurde der
Publikumsverkehr aufgenommen und heute fährt
die Brockenbahn 10-12 mal täglich zum Gipfel
des höchsten Harzberges.
Die Länge des gut
begehbaren Weges ist ca. 8 km, Hin- und
Rückweg also ca. 16 km. In etwa 6 Std.
Wanderzeit wird ein Höhenunterschied von 330
m bewältigt. Festes Schuhwerk ist zu
empfehlen.
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