Radwandern
im Harz,
undenkbar? Zu steil, zu steinig? Ganz und gar
nicht: Der Harz bietet heute mit gut
ausgebauten Fahrradwegen dem interessierten
Touristen zahlreiche Angebote, die
herausragende Landschaft per pedale zu
erkunden. Aus einer Vielzahl von
Möglichkeiten sei hier die Radtour durch die
drei Oberharzer Bergbauorte Lautenthal,
Wildemann und Hahnenklee erwähnt. Alle diese
Orte waren lange Zeit vom Leben in den
Silberbergwerken geprägt und zeigen sich
heute dem Gast als liebenswerte, romantische
und vielseitige Urlaubsziele.
Ausgangspunkt
unserer Tour ist der Großparkplatz in
Lautenthal direkt neben dem
Modelleisenbahnzentrum. 1560 als Bergstadt an
dem Bach Laute gegründet, bietet der Ort dem
staunenden Besucher in seinem
Niedersächsischen Bergbaumuseum einen
Einblick in das Leben unter Tage.
Nach dem
Museumsgang fahren wir die ca. 6 Kilometer
lange Strecke im Innerstetal an
Mischwaldhängen vorbei nach Wildemann. Die
Sagengestalt des "Wilden Manns" hat
diesem freundlichen Ort seinen Namen gegeben.
Kurz vor dem Anstieg nach Hahnenklee stärken
wir uns in der Ortsmitte in Höhe der
Hindenburgstraße.
An den Grumbacher Teichen
entlang werden wir anschließend einen
Höhenunterschied von 180 Metern bewältigen
und rund 4 Kilometer fahren. Die meisten
Teiche im Oberharz dienten der
Wasserversorgung in Verbindung mit dem
Bergbau, sind heute eine Bereicherung der
teilweise etwas düsteren Fichtenlandschaft
und werden auch als Badeseen genutzt z.B. der
Kuttelbacher Teich in Hahnenklee.
Die
übersichtliche Beschilderung führt uns in
die Ortsmitte von Hahnenklee mit seinem
Wahrzeichen, der einmaligen Stabkirche im
nordischen Stil. Dem Komponisten Paul Lincke
gefiel Hahnenklee so gut, dass er es zu seinem
Altersruhesitz wählte. Das Schönste dieser
interessanten Radtour ist die Rückfahrt nach
Lautenthal in weiten Strecken immer
bergab.........
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