Der
Harz ist Deutschlands nördlichstes,
geschichtlich und geologisch bedeutendstes
Mittelgebirge. Er ist mit seiner höchsten
Erhebung, dem Brocken, 1142m, etwa 90 km lang,
35 km breit und wurde schon früh vor etwa
250000 Jahren durch Jäger und Sammler
besiedelt.
Erste Höhepunkte waren im 8.
Jahrhundert n. Chr. die zahlreichen
Klostergründungen, Pfalz- und Burgenbauten.
Unter Kaiser Otto I. entwickelte sich der Harz
zu einem Zentrum des Reiches, in dem sich
Architektur und Kunst hervorragend
entwickelten. Viele Kirchen und Basiliken wie
in Quedlinburg, Halberstadt oder die
Kaiserpfalz in Goslar zeugen von dieser
frühen Blüte.
Der Erzbergbau, insbesondere
der Kupferabbau, brachte den Fürstenhäusern
beträchtlichen Wohlstand und erst mit
Erstarken des Bürgertums und der Gründung
von Innungen und Gilden erlangte das Volk auch
wirtschaftliche Macht. So wichtig der Bergbau
über Jahrhunderte war, spielt er heute keine
Rolle mehr, ist aber für den interessierten
Touristen durch Museen, etwa der Rammelsberg, in
Goslar als Weltkulturerbe zugänglich gemacht
worden.
Besonders aus kunstgeschichtlicher
Sicht ist der Harz bedeutsam. Bauwerke und
Kunstschätze aus der Zeit der Romanik fesseln
den Besucher in fast jedem Harzort, so z.B.
die zahlreichen prachtvollen Fachwerkbauten in
Wernigerode oder Goslar, Kirchen in
Halberstadt und Gernrode und vieles mehr.
Das
großartige Naturpanorama, geprägt von
wildromantischen Schluchten und Klippen, alten
Hochmooren, seltenen Pflanzen und Tieren wird
heute durch Nationalparks geschützt und
lässt den Harz für den Besucher in einer
einzigartigen Vielfalt erscheinen.
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