125 Jahre Fremdenverkehr in Hahnenklee
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Blick aus der Fußgängerzone
hinauf zur nordischen Stabkirche, dem
Wahrzeichen Hahnenklees. |
Ein Auerhahn soll der Sage nach eine Erzader
unter wildem Klee aufgescharrt und so dem
Ort Hahnenklee im 12./13. Jahrhundert seinen
Namen gegeben haben.
Genaueres Nachforschen hat freilich ergeben,
dass der Ortsname eher aus den Begriffen
Hahn = hoch und Klee = Kliff entstand.
Auf dieser "Hohen Klippe" wurde wie überall im
Oberharz ab Mitte des 16. Jahrhunderts Erz
abgebaut. Hahnenklee, erstmalig 1569
urkundlich erwähnt, wuchs und ernährte sich
bis Mitte des 19. Jahrhunderts von den
ausreichenden Erzvorkommen. Danach lohnte
sich der Bergbau nicht mehr und so schloss
man die Zechen. Die letzte Grube stellte
1930 ihren Betrieb ein.
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Denkmal für den Schöpfer der
"Berliner Operette" auf dem Paul Linke
Platz. |
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zog es
wohlhabende Bürger zur Erholung in die nahe
Umgebung. Der Kurzurlaub war geboren und die
Hahnenkleer Bergleute richteten
Fremdenzimmer ein, um Gäste aus den Städten
Braunschweig, Hannover, Magdeburg bis
Halberstadt zu begrüßen.
1882 wurde das Kurkomitee von Hahnenklee
gegründet und der Fremdenverkehr spielte ab
diesem Zeitpunkt eine immer entscheidendere
Rolle.
Aus 250 Einwohnern und 30 Wohnhäusern
entwickelte sich ein Kurort mit heute etwa
1400 Einwohnern und 4500 Gästebetten.
Die ausnehmend saubere Luft verhalf diesem
herrlichen Flecken in 1963 auch zu dem Titel
"Heilklimatischer Kurort", der bis heute
Linderung bei Erkrankungen der Atemwege, von
Herz und Kreislauf verspricht.
Hahnenklee ist unterdessen ein moderner
Fremdenverkehrsort mit bundesdeutschem
Bekanntheitsgrad geworden. Und immer weiter
werden neue und interessante Ideen zur
Freizeitgestaltung für Sie, den Gast, in die
Tat umgesetzt.
Ganzjährig stehen die gepflegten und gut
beschilderten Wege dem Wanderer und
Spaziergänger offen. Der "Liebesbankweg"
wird gerade für ein größeres Publikum
ausgebaut. Die spannende Mountainbikeroute
spricht besonders die jüngere Generation an.
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Mit der Seilbahn hoch auf den
Bocksberg. |
Für sein Engagement im Bereich Wintersport ist
Hahnenklee ausgezeichnet worden. Mit der
Seilbahn auf den über 700 Meter hohen
Bocksberg erreichen die Skifahrer fünf
Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Eine
Naturrodelbahn für die ganze Familie mit
Nachtbeleuchtung macht Laune, zumal bei
ausreichenden Minusgraden in schneearmen
Wintern eine Beschneiungsanlage für das
ersehnte Weiß sorgt.
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Der neue Kinderspielplatz im
Kurpark von Hahnenklee |
Ebenso gehören Eisstockschießen und
Schlittschuhlaufen auf den Kranicher Teichen
zum Programm.
Hahnenklee hat sich mit den Ansprüchen des
Gastes weiterentwickelt und zählt jetzt mit
seinen Innovationen zu den führenden
Kurorten im Oberharz.
